Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

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Das Ende des Genies?

In An Manche on August 25, 2009 at 10:24 am

Bild: Zendragon

Das Genie schafft Neues, nie Dagewesenes, Unvergleichliches aus dem Nichts. Das Genie lässt sich nicht auf eine Stufe mit gewöhnlichen Handwerkern stellen. Das Genie hat originäre Ideen, die kein Mensch vorher erdacht hat noch erdenken konnte. Das Genie hat eine Mission, die ihm vom Schicksal übertragen wurde. Das Genie ist ein Geschenk des Himmels.

Transparenz ist der grosse Feind des Genies. Denn sie entlarvt das Genie als eine Projektion, als Idealisierung und als Selbststilisierung. Denn was, wenn jeder die Ursprünge des Genies nachvollziehen kann? Wenn das Neue als Variation, Verknüpfung oder Kopie von Vergessenem entlarvt wird? Wenn die Ideen gar nicht originär sind (sein können)? Wenn nicht das Schicksal, sondern der Zufall den Erfolg gebracht hat? Wenn nicht der Himmel, sondern die Wahrscheinlichkeitsrechnung die Geschenke verteilt?

Was ist dann? Fehlt uns dann was? Würde das Genie aus unserem Wortschatz verschwinden? Oder würden wir weiter so tun als ob es Genies gäbe? Wie stünde es um das Selbstverständnis des Genies, das aus der Illusion seiner Einzigartigkeit gerissen wird?

Und: hat das Genie als Vehikel von Ideen Nutzen gebracht? Hat es das Grosse ins reche Licht gerückt? Oder hat es vor allem Schatten auf andere geworfen?

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Weisst du…?

In An Mich on Januar 15, 2009 at 12:43 am

[Foto: 30003019]

Eine Um-Frage voller Un-Fragen von Eurem Um-Fragezeichner:

[Idee]

Todsicher

In An Mich on April 17, 2008 at 7:45 am

Sensenmann

[Foto: helico]

Gibt es etwas, dessen ich mir wirklich sicher bin? Ohne jede Einschränkung, ohne jeden Zweifel, ohne zeitliche Begrenzung? Ist das dann auch begründet – oder nur eine Form von Glauben?

Der Tod!

Der Tod? Könnte es nicht sein, dass auch der Tod eines Tages überwunden wird? Könnte es nicht sein, dass gerade Du der allererste sein wird, den der Tod vergessen wird?

Wissenshäppchen

In An Alle on März 18, 2008 at 8:22 am

Too much TV

[Foto: Snowlet]

…werden jetzt jeden Abend vor der Tagesschau serviert. Der SPON stellt einen Gegensatz zu Bublaths Sendungen her. Dieses neue Format scheint mir eine logische Anpassung an das Informationsverarbeitungsverhalten von Zuschauern, das durch kürzere Konzentrationszeiten und steigende Informationsmengen bei geringen Aufmerksamkeitsfenstern diktiert wird. Im Prinzip ist das so eine Art Blog-Format im Fernsehen nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“.

Helfen die vielen kleinen Häppchen Appetit zu machen? Oder verstopfen sie nur wie vieles andere das Gehirn mit sinnlosem Pseudo-Wissen?

Kann das Gehirn die vielen isolierten Informationen wieder zusammenbringen? Oder verlieren wir langsam die Fähigkeit in Zusammenhängen zu denken?

Ist ein stetes und wiederholtes Aufnehmen von kleinen Informationspaketen wirkungsvoll, weil es die Information ständig wieder aktiviert und so am Leben hält? Oder hinterlässt eine einmalige 45-Minuten-Show mit mehr Hintergrund und Zusammenhang grössere Spuren?

Ist der Unterschied zwischen dem langen und dem kurzen überhaupt signifikant verglichen mit einem Ansatz, der nicht auf Wissensvermittlung, sondern auf Ausprobieren und Erleben beruht?