Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Archive for Februar 2010|Monthly archive page

Tucholsky – Frage

In Lieder on Februar 27, 2010 at 5:09 pm

Foto: amanki

dann frag ich still, so leis ich kann: „Und dazu zieh’n Sie’n Smoking an -?“

„Frage“ (1930/2008) [Download]

[Text: K.Tucholsky, Musik: M.Jung]

Das Lied steht unter Creativ-Commons-Lizenz. Bearbeitung und Verbreitung  ausdrücklich erwünscht! Mehr Tucholsky-Vertonungen hier.

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Tucholsky – Der Pfau

In Lieder on Februar 20, 2010 at 6:24 pm

Foto: buffulutu

Ist es nicht eine erfüllende Tätigkeit, sein Leben einer Aufgabe zu widmen, die dem eigenen Charakter und Fähigkeiten entspricht, seine eigene geheime Mission aufzudecken, seine Stärken in Taten zu verwandeln, seinen Platz in Zeit und Raum zu finden und zu erobern? Selbst, wenn er nicht den eigenen Erwartungen entspricht und vergleichsweise banal scheint? Manche haben es da recht leicht, denn:

Wer dumm und schön ist, setzt sich. Siegt. Und schweigt.

„Der Pfau“ (1927/2008) [Download]

[Text: K.Tucholsky, Musik: M.Jung]

Das Lied steht unter Creativ-Commons-Lizenz. Bearbeitung und Verbreitung  ausdrücklich erwünscht! Mehr Tucholsky-Vertonungen hier.

Wo ist die Sahne hin?

In An Manche on Februar 10, 2010 at 10:42 pm

Foto: bottlerocketprincess

Da oben auf dem Bild ist sie noch zu sehen. Die Sahne. Auf den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts thronte ein gigantischer Haufen Sahne. Der Haufen ist dann langsam geschmolzen. Etwa im gleichen Tempo wie die Gletscher in den Alpen. Es scheint, als hätte die Weltwirtschaftskrise im letzten Jahr  dann die letzten Sahnereste davongepustet. Unsere Bäuche werden faltig, die Frühstücksgedecke öde, der Kaffee schwarz wie die Zukunft. Lasst uns den Mangel hemmungslos verschwenden!

„Kümmernis“ (1918/2009) [Download]

(Text: K.Tucholsky, Musik: M.Jung)

Das Lied steht unter Creativ-Commons-Lizenz. Bearbeitung und Verbreitung  ausdrücklich erwünscht! Mehr Tucholsky-Vertonungen hier.

Der Echtheitssinn

In An Mich on Februar 6, 2010 at 10:40 pm

Was stört uns eigentlich an elektrischen Christbaumkerzen, an verkauften Fussballspielen, an Parkettboden aus Laminat, an Hunderobotern, an Imitaten Leonardos, an synthetischen Klarinetten, an Helmut Kohls Tränen an Wolfgang Schäubles Krankenbett, an Schals aus Polyester, an künstlichen Aromastoffen, an virtuellen Kontakten, an gezuckertem Wein aus Russland, an Plastikpflanzen oder an YouTube-Scheinamateuren mit Major-Plattenvertrag? Warum zum Teufel muss denn alles echt sein? Haben wir etwa einen Echtheitssinn? Und wann endlich ist dieser Sinn weg-evolutioniert?