Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Dahingetwagt (3)

In An Manche on April 11, 2009 at 2:20 pm

Diese Woche auf Twitter

  • Was ist von meiner Botschaft beim Empfänger noch übrig?
  • Ab wieviel Followern hat man eigentlich eine Verantwortung für das, was man twittert?
  • Interessiert man sich für mich eigentlich aus den richtigen Gründen?
  • Ist die Open-Source-Bewegung ohne Microsoft überhaupt denkbar? Oder wäre sie auch so unaufhaltsam gewesen?
  • Würden grosse Projekte ohne Selbstüberschätzung überhaupt jemals begonnen?
  • Gibt es irgendeine krude These, die nicht von einem griffigen Zitat eines grossen Mannes gestützt werden kann?
  • Wann kommt GMail eigentlich mal aus der Beta-Phase raus?
  • Verliert der seine Würde, der jeden Scheiss mitmacht oder der, der sein ganzes Leben darauf wartet, etwas seiner Grösse angemessenes zu tun?
  • Alle Journalisten sitzen in einem Boot. Vielleicht ist gerade das ihr Problem?
  • Ich würde gern nur noch denjenigen folgen, die mir nicht folgen würden, wenn ich ihnen nur folgen würde, weil sie mir folgen
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  1. zu 1. Das was der Empfänger verdauen konnte, der Rest wird „geistig ausgeschieden“ (Lebensstrukturen sind einfach und überall dieselben)
    zu 2. ab 0 – Du hast immer die Verantwortung, für das was du twitterst, schwätzt, redest, sagst oder schreibst – auch für Selbstgespräche (sonst würdest du dir ja selbst was vormachen und das wollen wir doch nicht 😉
    zu 3 Bitte definiere „richtig“. Glaubst du, dass ich mich aus den „richtigen“ Gründen für dich interessiere?
    zu 4 Hinter der open-source-Bewegung steht eine Geisteshaltung, die in Hacker-Kreisen schon vor Microsoft da war. Diesen Kreisen gehören Leute an, die verhindert haben, dass das Internet verkommerzialisiert und kontrolliert wurde – und dies immer noch wachsam verhindern (zB Personen vom Chaos Computer Club). Nicht nur Software-Konzerne, sondern auch Regierungen sind gegen alles, was „offen“ ist. Das gehört zum patriarchalen System. (Stichwort Schäuble) Der erste Politiker, der Offenheit unterstützt und lebt ist Barack Obama. Und er gibt damit bewusst Macht und Kontrolle ab.
    zu 5 Kann man sich überhaupt selbst überschätzen? Haben wir nicht alle Fähigkeiten mitbekommen, zu erreichen, was wir wollen und sogar noch über uns hinaus zu wachsen?
    zu 6 Hab ich schon auf twitter beantwortet
    zu 7 Vielleicht ist sich Google darüber bewusst, dass ein Projekt nie „fertig“ ist. Sind wir nicht alle in der Beta-Phase, so lange wir noch Lebensaufgaben haben?
    zu 8 Derjenige verliert seine Würde (Integrität), der sich nicht selbst und seinen Idealen treu bleibt. In Aktion kann das für jeden anders aussehen.
    zu 9 Yep. Gilt für alle anderen Gruppen auch 😉 Es lebe das unabhängige Individuum!
    zu 10 Dann musst du ihnen geheim folgen. Bei twhirl eine Suche aktivieren: from:@username und reagieren, also antworten oder retweeten, wie gewohnt. Niemand weiß, dass du ihnen folgst. Folgen sie dir weiterhin?

  2. Wem folgen? Dem Wunsch nach Freiheit und Unabhänigigkeit steht doch auch eine Einsicht nach beschränkter Freiheit und Abhänigkeit gegenüber. Was tun? Die eigene Bequemlichkeit und das wohleingerichtete Leben verlassen um irgendeine Form der absoluten Freiheit zu erreichen? Aber wer sagt uns, das in dieser absoluten Freiheit das Fehlen von Abhängigkeit und Freiheit nicht nur das Ergebniss einer Geisteshaltung ist – hinwegmeditiert.
    In vielen dieser Fragen spüre ich, das ich gesellschaftliche Normen so verinnerlicht habe, das ich nicht mehr entflechten kann, wehre ich mich nur der gesellschaftlichen Norm wegen oder wehrt es sich aus mir selbst heraus.

  3. das mag ich. bei twitter bin ich zwar registriert, aber ich mach nix und hab da auch keine kontakte. konnte mich noch nicht so recht damit anfreunden und weiß nicht wirklich, was ich davon halten soll.
    gute fragen aber mal wieder.
    schwarz? grau war er eine zeitlang. aber im frühling wollte irgendwie was weißes her…
    sieht man im feedreader eigentlich fotos?
    liebe grüße,
    paleica

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