Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Die Mutter aller Fragen

In An Mich on April 2, 2009 at 7:52 am

[Foto: loop_oh]

Kinder fragen gern Warum und auf die Antwort wieder Warum und dann noch mal Warum. Irgendwann durchbricht dann der Papa die Kette mit einem unwirschen Darum. Kommt das Darum eigentlich immer an derselben Stelle? Ist es immer die gleiche Frage, die ich mich zu beantworten verweigere? Führen die Beobachtung „Das Chamäleon kann sein Farbe verändern“, die Behauptung „In Süd-Frankreich fällt im Winter kein Schnee“ und die Ausrede „Papa kann jetzt nicht Fussball spielen, der muss ins Büro“ alle zu der gleichen ewig lebenden und sich jeder Antwort entziehenden Ur-Frage, der Mutter aller Fragen? Oder gibt es mehrere Ur-Fragen – wieviele substantiell verschiedene mögen es sein? Gab es vor 100 Jahren noch ein paar mehr davon – oder gar weniger?

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  1. Also ich sag eigentlich fast nie „Darum“, wenn mein Sohn mich fragt sondern versuche so weit wie möglich korrekt zu antworten. Das führt erfahrungsgemäß zu ca. 3 seltsamen Attraktor-Antworten: 1. Aus Konvention, 2 wegen der Schwerkraft, 3. weiss ich nicht. Damit hätten wir dann vielleicht nicht die wichtigsten Ur-Fragen, aber immerhin die wichtigsten Ur-Antworten.

  2. „Weiss nicht“ ist die sokratische Version von „Darum“ insofern schon was anderes.

  3. Und „so sind die Menschen nunmal“ wiederum ist eine ganz eigene Kategorie von Antwort. Das enthält ja eine komplette Ideologie.

  4. Ich erkläre es umfangreich, sehr umfangreich, wirklich sehr umfangreich, aber nicht, damit ich davon komme – und dabei wirkt das dann oft interessant und es kommt zu keinen Folgefragen 😉

    • Benni, gebe zu, dass meine Abbildungen von „Aus Konvention“->“So sind Menschen nunmal“ und „Weiss nicht“->“Darum“ etwas grob waren. Aber nochmal zurück zu deinem ersten Kommentar: deine Ur-Fragen müssten also heissen „Warum folgen Menschen Konventionen?“ (oder sowas in der Richtung), „Warum gibt es die Schwerkraft?“, „Warum weisst du das nicht?“ – was antwortest du auf die?

      Rufus, eine beliebte Ablenkungstaktik: man labert seinen Gesprächspartner so lange voll, bis dieser auch nur das kleinste Bedürfnis nach irgendwelchen Antworten oder Lösungen verloren hat. Findet bei uns im Büro fast täglich Anwendung. Ein Wunder, dass überhaupt noch Fragen gestellt werden.

  5. Nein, nein – meine Girls kriegen kein Gelabere. Da hätte ich ein riesig schlechtes Gewissen. Gelaber kann man sich doch für’s Büro aufheben … 😉

  6. @Fragezeichner: Jetzt drehst Du das Spiel um, das ist unfair! Du kannst ja aus den drei Fragen drei neue Frage-Blogposts machen. Vielleicht fällt mir bis dahin eine Antwort ein 😉

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