Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Happy End?

In An Manche on Februar 23, 2009 at 10:00 am

[Foto: hamburgr]

Das Happy-End ist ein gängiges Muster im Filmhandwerk. Wir alle glauben, dass alles gut enden wird. Ende gut, alles gut. Aber: wievielen ist es wirklich vergönnt – ein echtes Happy-End? Betagt, im Kreise der Lieben, bei vollem Bewusstsein und klarem Verstand, ohne Schmerzen, in Frieden mit sich und seiner Umwelt. Ist ein Happy End nicht die echte Ausnahme? Ist es nicht grausam, dass selbst auf den letzten Metern noch so viel schief gehen kann, dass man sich todunglücklich von der Welt verabschieden muss? Dass die letzten Eindrücke, die man bekommt, den eigenen Verfall, die eigene Entmenschlichung, den Verlust der eigenen Würde und möglicherweise sogar des eigenen Charakters dokumentieren? Dass man irgendwann zu schwach ist, um sich dagegen wehren zu können, nur noch ein Spielball des Schicksals zu sein? Kann der letzte Eindruck, den man hinterlässt, einen Schatten auf ein Leben werfen? Ein Happy End könnte mit dem Leben versöhnen. Aber wievielen ist es wirklich vergönnt?

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