Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Wer, wie, was

In An Mich, An Niemanden on Dezember 9, 2008 at 9:37 am

[Foto: shinfean]

Irgendwann als kleines Kind habe ich gelernt, dass es wichtig ist, was man macht. Erst später habe ich gelernt, dass es mindestens genauso wichtig ist, wie man etwas macht. Und noch viel später erst – es war eine sehr überraschende Erkenntnis – habe ich gelernt, dass es auch wichtig ist, wann man etwas macht. Was mag ich wohl als nächstes lernen? Und ob wohl auch irgendwann das warum geklärt wird? Ist die Reihenfolge der Erkenntnis bei allen gleich, gibt es sozusagen ein Naturgesetz der unterschiedlichen Dichte und Gewichte von Fragewörtern?

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  1. Das warum frage ich schon lange, währenddessen ich das wann bis heute oft verdränge … zum Leidwesen der anderen. 😉

  2. Ich hoffe, dass die überraschende Wann-Erkenntnis nicht gegen Ende 2000 erfolgte?

    Ich habe als Kind lernen sollen, dass es wichtig ist, WO man etwas macht. „Das kannst du zu Hause machen, aber nicht, wenn wir zu Besuch sind.“

    Bei mir selbst war WARUM die erste, wichtigste und einschneidenste Frage.

    • Detlef, warum Ende 2000? Nein, das war im Zusammenhang mit schlechtem Timing einer Liebeserklärung schon ein paar Jährchen früher 😉
      Interessant, dass du dir sicher bist, dass das Warum deine erste Frage war. Ich könnte mich jetzt nicht daran erinnern, wann ich mir zum ersten Mal bewusst die Frage nach dem Warum gestellt hätte. Ich weiss, Kinder fragen ständig Warum – aber das scheint mir eher Ausdruck einer reflexartigen Neugier denn als Ausdruck von Erkenntnis.

  3. rufus, vielleicht verdrängen ja dann die anderen zumindest das Warum (um ihr Leid zu mildern) 😉

  4. Fragezeichner, weil Ende 2000 die dot.com Blase für manche überraschend platzte.

    Ich habe „Warum?“ gefragt, weil als ich 3 war mein Opa gestorben ist, der eine tägliche Bezugsperson für mich war. Ich habe überhaupt nicht verstanden, warum der nicht mehr da ist.

  5. Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt ist für mich immer wichtiger geworden. Einsichten und Weisheiten können immer nur dann ins Leben kommen, wenn sich dafür das richtige Zeitfenster geöffnet hat. Das Gefühl für den rechten Zeitpunkt entspringt immer in meinem Körper.

  6. Ich glaube, es ist vor allem wichtig, dass man überhaupt etwas macht, und dass man das Tun über das viele Wie und Wann und Wer und Warum und Was nicht vergisst. Sind diese Fragen nicht nur Ausreden, um nicht handeln zu müssen?

  7. Christiane, mir geht es ganz ähnlich. Das war auch der Auslöser für diesen Eintrag.

    Jörg, auch das. Wie jede Erkenntnis kann sie lähmend sein oder motivierend.

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