Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

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Offene Fragen der Woche (34)

In An Manche on Dezember 20, 2008 at 4:56 pm
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Tour de Blog

In An Mich on Dezember 18, 2008 at 10:34 am

Vor ein paar Tagen hatte ich einen Traum, in dem sich erstmals Erfahrungen aus meinem Blog mit denen meines „wirklichen“ Lebens vermischten. Das brachte mich auf den Gedanken, was passieren würde, wenn ich all meinen treuen Blog-Lesern, die in ganz Deutschland verstreut sind, wenn ich all diesen Menschen, die sich dafür zu interessieren scheinen, was ich so denke und schreibe, wenn ich all den Besitzern dieser Namen, die unter den witzigen, klugen und anregenden Kommentaren stehen, einfach mal einen Besuch abstatten würde. Eine Tour de Blog durch Deutschland (und natürlich auch Österreich): Frankfurt, Düsseldorf, Dortmund, Münster, Hamburg, Hannover, Berlin, Leipzig, Nürnberg (fühlt sich jemand an- oder übergangen?).

Wie weit würde mein Bild von jedem einzelnen der Wirklichkeit nahekommen? Würde ich neue Freunde besuchen? Oder wäre ich enttäuscht? Würde ich überhaupt empfangen? Über was würden wir uns unterhalten? Wieviel verrät das, was wir in Blogs schreiben, wirklich über den Menschen? Mitunter mehr als eine Begegnung – oder weniger – oder anderes?

Kabbeln mit Schopi

In An Manche on Dezember 16, 2008 at 10:23 am

[Foto: Schopenhauer von W. Busch, Wikipedia]

Nehmen wir mal an, wir machen gerade mit Schopenhauer einen kleinen Spaziergang am Frankfurter Main-Ufer, unterhalten uns mit ihm über Gott und die Welt und bekommen plötzlich folgenden Satz zu hören: „Wer die Behauptung, dass in der Welt der Genuss den Schmerz überwiegt oder wenigstens sie einander die Waage halten, in der Kürze prüfen will, vergleiche die Empfindung des Tieres, welches ein anderes frisst, mit der dieses andern.

Wir sind beeindruckt und dennoch wissen wir instintiv, dass diese Sicht der Dinge zu einseitig ist. Wir möchten dem guten Schopi etwas erwidern, aber nicht so etwas Belangloses wie „Kopf hoch, Arthur“ oder „Sei doch mal ein bisschen positiver!„. Nein, wir wollen unsere Geistesgegenwart und Eloquenz unter Beweis stellen, ihm auf Augenhöhe begegnen und ihm gleichzeitig sein Bild um die Ohren hauen. Also, liebe Kneipen-Philosophen, die ihr gestählt wurdet durch viele sinnlose, alkoholgetränkte, meist längst vergessene Diskussionen und Bonmots unter Freunden, was würdet ihr erwidern?

Offene Fragen der Woche (33)

In An Manche on Dezember 13, 2008 at 5:31 pm

Und das hier. Verleiht die Musik den Fragen nicht eine besondere Tiefe?

Wo sind all die Tänzer, Sänger, Maler hin?

In An Alle on Dezember 11, 2008 at 9:59 am

Wenn man im Kindergarten fragt, wer tanzen, singen oder malen kann, gehen alle Finger hoch. Wenn man fragt, wer lesen kann, natürlich keine oder ganz wenige. 10 Jahre später ist es genau umgekehrt. Was ist mit all den Tänzern, Sängern und Malern passiert? Wo sind all die Tänzer, Sänger, Maler hin?

[aus The Back of the Napkin]

[Foto: Michael Heiss]

Wer, wie, was

In An Mich, An Niemanden on Dezember 9, 2008 at 9:37 am

[Foto: shinfean]

Irgendwann als kleines Kind habe ich gelernt, dass es wichtig ist, was man macht. Erst später habe ich gelernt, dass es mindestens genauso wichtig ist, wie man etwas macht. Und noch viel später erst – es war eine sehr überraschende Erkenntnis – habe ich gelernt, dass es auch wichtig ist, wann man etwas macht. Was mag ich wohl als nächstes lernen? Und ob wohl auch irgendwann das warum geklärt wird? Ist die Reihenfolge der Erkenntnis bei allen gleich, gibt es sozusagen ein Naturgesetz der unterschiedlichen Dichte und Gewichte von Fragewörtern?

Offene Fragen der Woche (32)

In An Manche on Dezember 6, 2008 at 4:19 pm

Fast Fertig

In An Manche on Dezember 4, 2008 at 9:47 am

[Foto: digital cat]

Stichwort E-Book: wenn Romane upgedated werden können, werden Autoren dann ähnlich wie Google Beta-Versionen auf den Markt bringen, um bereits frühzeitig die Akzeptanz eines Werkes zu testen? Gibt es  dann sowas wie „Krieg und Frieden“ V0.5? Wird ein Werk durch Leser-Feedback kontinuierlich verbessert oder verändert? Wird sich das positiv auf die Qualität und Leser-Zufriedenheit auswirken?

Aber wird dann am Ende überhaupt noch ein Buch fertig? Arbeitet dann ein Autor vielleicht sein ganzes Leben an dem Schinken, weil er immer noch etwas verbessern könnte? Absorbieren die vielen permanenten Baustellen vielleicht alle Energie für andere Romane? Hätte der alte Goethe den jungen Werther bereichern können? Hätte er neben den Wartungsarbeiten für sein gesamtes Dramenwerk noch Zeit für Faust II gehabt? Hätte Proust bei seiner Suche nach der verlorenen Zeit frühzeitg entnervt aufgegeben und lieber mehr Kurzgeschichten und Essays geschrieben?

Warum scheint eine so einleuchtende Strategie in einem anderen Kontext so fremd?

Hm

In An Mich on Dezember 2, 2008 at 9:22 am

Mir ist bisher noch kein pessimistisches Kind begegnet. Es scheint keine oder sehr wenige zu geben. Scheint logisch, sie wissen ja auch einfach noch nicht genug, um pessimistisch sein zu können. Oder wissen sie etwa im Gegenteil (noch) viel mehr als wir?