Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

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Offene Fragen der Woche (27)

In An Manche on Oktober 31, 2008 at 6:37 pm

Konsequenz oder Dummheit?

In An Mich on Oktober 30, 2008 at 9:40 am

In Südfrankreich ist es auch Ende Oktober noch sonnig und mild. Gestern überholte ich auf dem Weg zur Arbeit bei leichtem Regen ein Cabrio. Der Fahrer hatte das Dach offen und machte keine Anstalten, es zu schliessen. Dummheit? Er hatte übrigens auch die Scheibenwischer nicht an. Konsequenz?

Musik lernen

In An Mich on Oktober 28, 2008 at 9:50 am

[Foto: Honma]

Eltern wollen, dass ihre Kinder ein Instrument lernen. Aber Kinder wollen viel lieber am Computer spielen. „Das ist doch eine perfekte Konstellation für ein Startup“, meinte ein alter Bekannter. „Du baust einfach ein Computerspiel, mit dessen Hilfe man ein Instrument lernt. Da ist der Erfolg programmiert. Alle sind happy!“ (Musikehrer mal ausgenommen).

Komischerweise musste ich nicht lange nachdenken, um sicher zu sein, dass das nicht möglich ist. Man kann bestimmt Musiktheorie, Notenlesen, Quintenzirkel in Form einer interaktiven Software spielerisch unterstützen und Kindern auf witzigere Weise näherbringen als das oft sehr altbackene Lehrer tun. Warum also nicht auch ein Instrument? Erst mal, weil man ein Instrument dazu braucht. Und ein besseres User-Interface als eine Klarinette, eine Geige oder ein Klavier selbst gibt es nicht. Und weniger ist schlicht nicht genug.

Aber ich glaube, es gibt noch einen zweiten Grund, bei dem ich mir allerdings nicht ganz so sicher bin: ist es nicht eine Illusion zu glauben, man könnte alles spielerisch vermitteln, dass Spiele an sich immer das bessere pädagogische Konzept sind? Gehört nicht auch Arbeit, Überwindung und Selbstdisziplin dazu – sind diese nicht auch nötig, um auf das Erreichte stolz zu sein? Bringt das Lernen eines Musikinstruments nicht gerade deshalb so viel für die Charakterbildung eines Kindes, weil es ihm zeigt, dass es sich lohnt, schwieriges Phasen zu überstehen, weil man daraus gestärkt hervorgeht? Sendet man an Kinder nicht ein falsches Signal, dass das Leben nur ein Spiel ist?

Offene Fragen der Woche (26)

In An Manche on Oktober 24, 2008 at 7:44 am

Was kostet die Welt?

In An Alle on Oktober 21, 2008 at 8:16 am

…fragt sich mancher 20jährige und denkt sich wohl insgeheim: nichts! Aber hätte man ihn sich nicht schon viel früher mit der Frage auseinandersetzen lassen sollen: was kostet das Spielzeug? Was kostet das Brot? Was kostet die Fahrt zum Fussball-Platz? Der Begriff Kosten scheint nur angehenden Kaufleuten oder Volkswirten vermittelt zu werden (und zudem noch auf knochentrockene Weise) – dabei ist er doch ein elementarer Begriff unseres täglichen Lebens. Ist ein Kostenbewusstsein nicht gerade unabdinglich, um Kindern ein soziales und ökologisches Bewusstsein zu vermitteln, um ihnen die Arbeit, Mühen und Ressourcen zu verdeutlichen, die in jedem Gegenstand stecken, der ihm durch die Hand geht? Warum wird ein Kostenbewusstsein nicht schon spielerisch in frühen Jahren vermittelt? Hat man Angst, eine Generation von Buchhaltern heranzuziehen?

Kostenrechnung in der Grundschule – Meinungen?

Offene Fragen der Woche (25)

In An Manche on Oktober 17, 2008 at 5:22 pm

Und: ist nicht alles eine Frage der Balance?

Alle Steine bitte ins Wasser!

In An Mich on Oktober 16, 2008 at 8:54 am

[Foto: GunnarInInstanbul]

Mein Söhnchen wirft am Strand ununterbrochen Steine ins Meer. Aber er ist nicht der einzige: fast alle männlichen Zeitgenossen um mich herum, vor allem die kleinen, aber auch die grossen, lassen Steine hüpfen, plumpsen, fliegen (siehe Foto). Ich gebe zu, auch ich lasse mich manchmal dazu hinreissen.

Aber warum? Warum gehören alle Steine ins Wasser? Warum macht das so einen Spass? Und warum fast nur Jungs? Was hat uns die Evolution da wieder untergejubelt?

Zielchen

In An Niemanden on Oktober 14, 2008 at 8:26 am

[Foto: bas:il]

Die vielen kleinen Zielchen – ob die sich wohl mal zu einem grossen Ziel zusammenschliessen?

Offene Fragen der Woche (24)

In An Manche on Oktober 10, 2008 at 6:49 pm

Staat und Markt

In An Manche on Oktober 9, 2008 at 12:05 am

[Foto: eriwst]

Nachfrageorientierte Theorien vs. Angebotsorientierte Theorien oder auch Staat vs. Markt: ein gutes Beispiel wie intelligente Menschen aneinander vorbeireden, weil sie sich einem Lager verschrieben haben? Es sollte eigentlich jedem klar sein, dass zu einer Wirtschaft sowohl eine Angebotsseite als auch eine Nachfrageseite nötig ist. Die eine braucht die andere. Manchmal braucht die eine etwas mehr Zuwendung, manchmal die andere – abhängig vom wirtschaftlichen Kontext. Stattdessen stehen sich aber Vertreter beider Lager immer wieder feindlich gegenüber und versuchen Einfluss auf die Politik zu gewinnen, um Stimmung für ihre Seite zu machen. Der Neoliberalismus, der dies sehr erfolgreich getan hat (also erfolgreich Einfluss zu gewinnen, nicht aber, erfolgreich den Reichtum aller Menschen zu fördern) scheint jetzt abgewirtschaftet und die Regulierer und Gläubigen in die Stärke des Staates bekommen Oberwasser. Vielleicht gelingt es ihnen sogar wieder, Politiker auf ihre Seite zu bekommen und ihre reine Lehre so lange an den armen kleinen Mann zu bringen, bis das Pendel wieder in die andere Richtung ausschlägt. Dabei ginge doch beides! Ein starker, demokratischer Staat, der klare Regeln vorgibt, UND ein Markt, der für mehr Effizienz sorgt. Eine Stärkung der Angebotsseite durch z.B. Abbau von Bürokratie, bessere Bildung, einfacherer Steuern UND eine Stärkung der Nachfrageseite durch Verbraucherschutz, Kaufkraftstärkung, Mitbestimmung. Anreize für Menschen, unternehmerisch tätig zu werden UND die Möglichkeit für Menschen, entsprechend ihrer Fähigkeiten einer interessanten Arbeit nachzugehen. Wo ist der Widerspruch?