Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Massen-Kommunikation

In An Alle on September 2, 2008 at 9:06 am

[Foto: tochis]

Angenommen, du hättest die Möglichkeit eine Frage per E-Mail an eine Million Menschen zu stellen. Die Frage landet nicht im Spam-Filter, sondern wird garantiert gelesen und beantwortet. Du hättest also die Möglichkeit einer persönlichen, wahrscheinlich representativen persönliche Umfrage, ein einmaliger, einzigartiger Zugriff auf die Weisheit der Vielen. Wäre das nützlich, witzig, verführerisch? Gibt es eine Weisheit, die dir die Vielen vermitteln können? Und: welche Frage würdest du stellen?

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  1. Auf den ersten Blick ein verführerischer Gedanke. Auf den zweiten schon etwas widersprüchlicher. Ich möchte eigentlich nicht Macht über soviele Menschen haben, und das hätte ich ja dann und sei es nur die Macht sie zu einer Antwort zu zwingen. Die einzige integre Frage an die Million wäre also wohl die, die Du schon gestellt hast: Welche Frage würdest Du stellen? Daraus könnte sich dann eine kollektive Diskussion ergeben. Und dann sind wir ganz schnell bei dem, was wir schon lange tun: Bloggen.

  2. Meine Frage an die „Weisheit der Vielen“ wäre eine, die, glaube ich, für einen einzelnen, z.B. den letzten Menschen dieses Planeten gar nicht mehr existieren würde, weil sie, das ist jedenfalls meine These, nur in der Beziehung zu anderen Menschen, zum Menschsein, relevant wird: „Warum gibt es das Böse in der Welt?“

    Oder anders formuliert: Was ist der Sinn und Zweck des Bösen und kann es damit auch etwas Gutes im Bösen geben?

  3. Wenn es erlaubt wäre, die Antworten wieder an alle weiterzuleiten, würde ich fragen, welche ganz grundlegenden Ziele die einzelnen Befragten im Leben haben? Und ihnen dann vermutlich antworten können, dass wir alle das selbe wollen.

  4. Hallo,

    Die Weisheit der Masse:

    Wenn die Frage von einer Million Menschen nützlich beantwortet werden soll, dann würde ich sie so vormulieren:

    „Was ist dein größter -nicht materieller- Wunsch, für dessen Erfüllung Du alles -materielle- opfern würdest?“

    Gruß

  5. Lauter Idealisten! 😉
    Ich würde fragen: was ist dein grösstes Problem und wie kann es gelöst werden? Wohlwissend, dass wahrscheinlich 80% materielle Nachteile als ihr grösstes Problem bezeichnen würden.
    Vielleicht ist diese Möglichkeit, eine Antwort von „den Vielen“ zu bekommen, ja doch nicht so faszinierend wie ich dachte. Vielleicht könnte man eine interessante Zukunftsprognose bekommen oder ein Unternehmen Feedback über ein neues Produkt – aber persönliche Erkenntnis?
    Im Prinzip haben grosse Blogs mit 10000 Lesern ja diese Möglichkeit, mal schnell eine kleine Umfrage zu starten und Feedback von 1000 Leuten zu bekommen.

  6. Bin deiner Ansicht sehr nahe gekommen, Fragezeichner, nachdem ich mir nun fast 2 Tage die Frage aller Fragen überlegt habe. Es verwundert mich selbst, ich finde sie nicht. Aber, das ich mich jetzt fragen kann, WARUM finde ich nicht diese Frage, das setzt wieder Fragen über Fragen in Gang – und dabei erfahre ich wieder etwas über mich selbst. Wie heißt`s: Vorbeigeschossen und trotzdem getroffen -:)

  7. Menachem, ja, irgendwie verblüffend. Ein Indiz mehr, dass Fragen interessanter sind als Antworten 😉

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