Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Ist die Zukunft gleichmässig verteilt?

In An Mich on August 20, 2008 at 8:33 am

[Foto: Alexander Drachmann]

Gar nicht so einfach, nach drei Wochen Pause wieder zu bloggen. Ich muss mich erst mal wieder fragen, warum ich überhaupt damit angefangen habe. Und dann, ob ich diesem Warum irgendwie näher gekommen bin. Und schliesslich auch, ob es sich lohnt, weiter zu machen.

Wie war das also nochmal, warum blogge ich? Ach ja, ich wollte der Frage mehr Gewicht geben, dem Zweifel, der Ungewissheit in einer Gesellschaft, in der mit Meinungen scharfgeschossen wird, in der so viele in ihrer Selbstgefälligkeit das Banner ihrer Wahrheit in die Höhe halten und die Welt aus genau einer – ihrer – Perspektive kommentieren, als gäbe es keine zweite oder dritte oder hundertste. In der sich lauter Einäugige über vermeintlich Blinde lustig machen. Was ist denn so besonderes an einer eigenen Meinung? Hat denn nicht jeder eine? Ist es denn nicht viel schwieriger, mal keine Meinung zu haben? Eine Distanz zu meinen eigenen Vorurteilen zu finden und sie somit zu entlarven, ja, das war auch ein Motiv.

Und? Bin ich dem Ziel näher gekommen? Lohnt es sich wirklich, dafür Zeit, Mühe und Energie zu investieren? Lohnt es sich weiterzumachen? Diese Fragen verdränge ich jetzt einfach mal und versuche der Frage nach dem Sinn dieses Blogs mit einer Ausweich-Frage zu begegnen: Ist die Zukunft gleichmässig verteilt?

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  1. Ja, sie ist – und jetzt zurück zu Deinen Zielen … 😉

  2. Zunächst mal: Welcome back. Erst jetzt merke ich, wie sehr ich dieses Blog vermisst habe 😉

    Zur Frage: Wie ist die eigentlich gemeint? Ich steh grad etwas auf dem Schlauch. Gleichverteilt auf welcher Skala? Oder ist der Witz, dass die Frage Unsinn ist und ich mach mich grad lächerlich?

  3. @rufus: die sind wohl illusorisch…

    @Benni: die Frage ist nicht als Witz gemeint. Es ist aber eine unklare, offene, missverständliche Frage, die viele neue Fragen produziert und die jeder für sich selbst einschränken kann. Ich selbst bin durch einen Lesefehler auf diese Frage gestossen und fand es bereichernd, sie mir selbst zu stellen.

  4. Auch ich freue mich, hier wieder lesen zu können. Warum wir blogen? Das ändert sich bei mir fast wöchentlich, und immer glaube ich, es sind gute Gründe.
    Meine letzte Einsicht von heute: http://gemeinsamleben.wordpress.com/2008/08/20/mal-unter-uns/
    Also, lass uns nicht hängen -:)

  5. Hallo,

    auch von mir ein: Willkommen zurück in der Virtualität

    Zur Abwechslung einmal ganz egoistisch:

    Sei bitte so nett und stelle noch viele spannende Fragen. Äh, war BITTE deutlich genug?

    😉

    Gruß

  6. @Menachem: weise Worte! Stimmt, es gibt viele Gründe, wenn man ein wenig nachdenkt. Und ein Ziel kann auch schnell zu einem Gefängnis werden…

    @Michael: Danke für die Blumen! Für mich ist eigentlich weniger die Frage, ob ich weitermache mit dem Zweitleben im Web, sondern wie.

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