Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Gegenfragen zur Aufmerksamkeitsökonomie

In An Manche on April 28, 2008 at 8:19 am

Aufmerksamkeit

[Foto: frischmilch]

Ist Aufmerksamkeit dabei, Geld als Währung der Wirtschaft abzulösen? Vor ein paar Monaten hatte ich dazu schon einige Fragen gestellt. Hier ein paar Gegenfragen:

  • Ist Aufmerksamkeit heute denn wirklich wichtiger und auch leichter zu monetarisieren als vor 30 Jahren?
  • Ist Aufmerksamkeit denn nicht viel zu kurzlebig und flüchtig, um Grundlage einer Ökonomie sein zu können?
  • Aufmerksamkeit wurde seither durch Filter und Aggregatoren gelenkt. Bei begrenzter Aufmerksamkeit und mehr Informationen mag diese Funktion noch wichtiger werden. Aber was ändert sich substantiell, ausser dass die Filter verteilter und dynamischer werden könnten?
  • Auch wenn es unübersehbar wird, dass das Ringen um Aufmerksamkeit wichtiger geworden ist: ist es wirklich mehr als nur eine Nischenstrategie für diejenigen, die die Marktwirtschaft zurücklässt?
  • Ist Aufmerksamkeit nicht einfach nur Mittel zum Zweck – nämlich Produziertes zu verkaufen – also nicht mehr als ein Instrument der klassischen Marktwirtschaft? Oder bestenfalls eine Unterdisziplin?
  • Ist Geld nicht immer noch das stärkste Instrument, um Aufmerksamkeit zu erlangen? Gibt es irgendwelche Anzeichen, dass sich das geändert hätte?
  • Ignoriert das Konstrukt einer Aufmerksamkeitsökonomie nicht die elementaren Bedürfnisse von 80% der Erdbevölkerung? Kann eine Aufmerksamkeitsökonomie überhaupt global sein?

Siehe auch Aufmerksamkeit statt Geld

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