Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Archive for März 2008|Monthly archive page

Verschwörungen

In An Manche on März 31, 2008 at 8:22 am

Verschwörung

[Photo: Schrollum]

Unerwartete Ereignisse – Kriege, Todesfälle von jungen Menschen, Anschläge, Mondreisen – liefern regelmässig Stoff für Verschwörungstheorien. Akribisch werden Details für diverse Theorien zusammengetragen und auch gierig von vielen Anhängern aufgesaugt.

Sind Verschwörungstheorien nicht nur deshalb so beliebt, weil sie genauso wie Menschen funktionieren: selektive Wahrnehmung; Verdrehen von Informationen, bis sie ins vorgefertigte Schema passen; Wichtigtuerei; Angst, aussen vor zu bleiben; Paranoia; Lust an der Übertreibung?

Gelungene Verschwörungen scheinen immer im kleinen Rahmen organisiert zu sein.

Hat denn überhaupt schon mal eine Verschwörung geklappt, wenn mehr als eine Person darin verwickelt war? In unserer Firma schaffen es ja noch nicht mal drei Leute, eine Information für sich zu behalten, geschweige denn, sich auf gemeinsame Schritte zu einigen. Wie also soll eine Geheimorganisation über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte einen konsistenten Plan verfolgen, hunderte oder gar tausende von treuen und schweigsamen Mitgliedern rekrutieren, Leute ausbilden, die Teile von Regierungen werden, sich regelmässig konsultieren?

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Offene Fragen der Woche (4)

In An Manche on März 28, 2008 at 7:51 pm

Zielgruppe

In An Manche on März 28, 2008 at 10:22 am
Zielscheibe
[Foto: cgommel]

Sollte ein Blogger der Vielfalt seiner Interessen werden (sofern es diese Vielfalt überhaupt gibt) und über alles schreiben, was ihm durch den Kopf geht? Oder sollte er sich auf eine Sache konzentrieren? Ein kommerziell orientierter Blogger würde die Frage wahrscheinlich mit einem deutlichen Ja beantworten und in seiner Begründung würden die Worte „Zielgruppe“, „Effizienz“ und „Fokus“ vorkommen. Aber was ist mit allen anderen, den Gelegenheitsbloggern, Geschichtenerzählern, Tagebuchschreibern? Auch die könnten sich die Frage stellen und dabei auf weitere Fragen kommen:

Will ich meine Leser für mich interessieren oder für meine Themen?

Will ich in erster Linie publizieren oder kommunizieren?

Diskutiere ich lieber mit einer kleinen treuen Schar von Lesern, die sich für ein bestimmtes Thema interessieren und dieses gerne vertiefen?

Oder sollte jeder Post wieder andere Leser ansprechen, die möglicherweise eher zufällig auf das Blog stossen und auch schnell wieder verschwinden, durch ihre Kommentare aber eher für Überraschungen und neue Impulse sorgen können?

Ist das nicht das alte Lied von Leben, Liebe und Freundschaft?

Charakterübung – Neugier

In An Mich on März 27, 2008 at 8:48 am

Neugier

[Foto: thost]

Einen Film, vorzugsweise einen Krimi, bis etwa eine Viertelstunde vor Schluss anschauen, dann Abschalten, Vergessen, an anderes denken. Kann man so seine Neugier auf Unbedeutendes bekämpfen? Oder killt man dann auch nebenbei und unbeabsichtigt seine gesunde Neugier auf das Leben?


Siehe auch:

Ist Lächeln Frauensache?

In An Manche on März 26, 2008 at 9:23 am

Oder warum sind die Mehrheit der Flickr-Fotos, die ich beim Suchbegriff „Lächeln“ finde, Angehörige weiblichen Geschlechts?

Wer findet die passende Frage?

In An Manche on März 25, 2008 at 9:29 am

Wer findet eine passende Frage zu der folgenden Antwort?

Wahrscheinlich habe ich damals die These vertreten, dass Erinnerungen, die es wert sind, ohnehin als lebendiges Bild vor meinem inneren Auge bestehen bleiben.

[Auf Anregung von Aki Arik]

Offene Fragen der Woche (3)

In An Manche on März 21, 2008 at 11:51 pm

Klassentreffen

In An Manche on März 21, 2008 at 8:16 am

Viele Wege - vorgezeichnet?

[Foto: Plüschelefant]

Am 1.Mai findet mein 20jähriges Abi-Jubiläum statt. Lohnt es sich, dafür nach Deutschland zu fliegen?

Ist das nicht eine einmalige Möglichkeit, meine Menschenkenntnis zu testen, meine Vorurteile von damals mit der Realität abzugleichen, mein statisches Menschenbild zu korrigieren, kuriose Geschichten von Zeitgenossen meiner Generation zu erfahren, mich inspirieren zu lassen und alte Kontakte wieder aufleben zu lassen?

Oder erwartet mich nur oberflächliches Gebrabbel mit viel zu vielen Menschen, die für einen Tag wieder in die Rollenmuster der damaligen Zeit zurückfallen, ihren Lebenslauf aufsagen und mit denen mich sowieso nicht allzuviel verbindet (denn ansonsten hätten wir ja heute noch Kontakt)?

Jungbrunnen oder programmierte Enttäuschung – was ist wahrscheinlicher? Ich muss bis Sonntag buchen und warte noch auf das durchschlagende Argument.

Sollte ich die Rechtschreibfehler in Kommentaren korrigieren?

In An Mich on März 20, 2008 at 8:34 am

Sollte ich die Rechtschreibfehler in Kommentaten meines Blogs korrigieren?

Sollte ich die Grammatikfehler in Kommentaten meines Blogs korrigieren?

Sollte ich die stilistischen Fehler in Kommentaren meines Blogs korrigieren?

Sollte ich die inhaltlichen Fehler in Kommentaren meines Blogs korrigieren?

Sollte ich die Kommentare nicht einfach selbst schreiben?

Idee: Banken verstaatlichen?

In An Manche on März 19, 2008 at 9:48 am

Starökonom will amerikanische Banken verstaatlichen

Ackermann zweifelt an den Selbstheilungskräften des Marktes

Ähm, üben die Zeitungen seit ein paar Tagen für den 1.April oder kann es sein, dass gerade etwas ernsthaft aus dem Ruder läuft? Ändert sich gerade mal wieder die finanzpolitische Mode? Versucht man bald wieder, die wilden Finanzkräfte zu bändigen anstatt sich auf ihre guten Wirkungen zu verlassen? Hat der Markt an sich an Attraktivität verloren?