Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Bücher wieder lesen

In An Alle on Februar 7, 2008 at 9:52 am

Altered Book

[Foto: zephyrbunny]

Sollte man nicht regelmässig – zum Beispiel alle zehn Jahre – die liebsten Bücher seiner Bibliothek (oder die, die den stärksten Eindruck hinterliessen) neu lesen, um zu überprüfen, ob sie immer noch die liebsten sind (oder immer noch einen starken Eindruck hinterlassen)? Welch bessere Möglichkeit gibt es, festzustellen, ob man sich verändert hat?

Advertisements
  1. Hi Fragezeichner,
    na da hab ich jetzt aber schon erwartet, dass du dein eigenes Lieblingsbuch fotografierst. So neugierig bin ich dann schon 😉

    Was du da ansprichst, mache ich natürlich auch immer wieder mal – „die liebsten Bücher neu lesen“. Hab mir aber bisher keine tieferen Gedanken darüber gemacht. Schön ist dann aber, wenn dadurch die „alten“ Gedanken und Stimmungen wieder wachgerufen werden.

    Ob ich mich verändert habe, stelle ich immer dann fest, wenn ich mir z.B. alte Fotos anschaue, oder wenn ich meine eigenen schriftlichen Aufzeichnungen und Notizen von früher nochmal durchgehe.

    Ach, da fällt mir doch noch was ein: bei manchen Büchern schreibe ich auch eine Zusammenfassung für mich. Wenn ich die dann bei erneutem Lesen des Buches nochmal durchlese, stelle ich schon fest, dass ich nun manches anderes beurteile, dass sich meine Anschauungen und Ideen verändert haben.

  2. Mein Lieblingsbuch kann ich dir spontan gar nicht sagen. „Buddenbrooks“ hat mich sehr beeindruckt, habe das Buch aber nur einmal gelesen und das ist mindestens 12 Jahre her. Ich werde mir mal drüber Gedanken machen…

    Ein Buch, das ich drei Mal gelesen habe in Abständen von jeweils etwa 5-6 ist Milan Kunderas „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“. Und tatsächlich hat sich meine Wahrnehmung des männlichen Protagonisten zunehmend verschoben – von einem von mir bewunderten Liebeskünstler und Frauenverführer hin zu einem eher bemitleidenswerten Sklaven seiner Triebe. In gleichem Masse wurde mir auch die Stärke seiner Frau bewusst. So spiegelt sich meine triviale Entwicklung vom 20jährigen Studenten zum Familienvater 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: