Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Die Kinder und das Böse

In An Mich on Januar 4, 2008 at 11:14 am

Mein Söhnchen war letztens das erste Mal in seinem Leben im Kino – Ratatouille. Die grosse Leinwand und der gewaltige Klangteppich beeindruckten ihn sehr. Er hatte grosse Angst vor dem bösen Skimmer.

Erstaunlich eigentlich, dass die Identifikation mit dem Guten und die Ablehnung des Bösen immer wieder so schnell gelingt. Woran liegt das? Was genau ist es, dass die Identifikation ausmacht? Woran erkennt ein Kind das Böse? Eigentlich können es ja nur oberflächliche Merkmale sein, also Vorurteile – und die können doch nur durch die Erziehung kommen, oder? Oder sind es gewisse Verhaltensmuster, die ein fünfjähriger bereits erkennt und ablehnt?

Und was, wenn mein Söhnchen mit Skimmer gezittert hätte – müsste ich mir dann grosse Sorgen um seine Entwicklung machen?

Advertisements
  1. ne das mit dem skimmer ist kein problem! es gibt nunmal böse onkels auf der welt!!! sorgen würde ich mir eher darüber machen das dein kind ratten süss finden könnte und das sind immerhin totbringende krankheitsüberträger

  2. Hi!

    Gut und Böse sind für mich ebenso wesentlich, oder ’natürlich‘ wie Kalt und Heiss.
    Ich meine, es ist schon beeindruckend, mit welcher Sicherheit Kinder dies unterscheiden können.
    Und woher kommt es, dass Kinder tendenziell zum guten tendieren? Und wie kommt es, dass andere diesen Grad scheinbar nicht mehr unterscheiden können. Oder sich bewusst für das andere Entscheiden (Amokläufer o. ä.).

    Vielleicht sind wir dazu verflucht, dies überhaupt unterscheiden zu können. Oder eben uns für oder gegen das eine entscheiden zu können.

    Tiere können das z.B. nicht unbedint. Sie können zwar auch jagen, oder die Kinder des Rivalen umbringen. Jedoch tun sie dies aus, ich sag mal, aus niederen Motiven.

    Was meinst du?

    mfg

  3. @Stefan: gute Fragen, leider habe ich keine Antworten darauf. Und wahrscheinlich sind die Antworten höchst vielschichtig und kompliziert.

    Interessanter Punkt mit den Tieren. Ein Hund steht in der Tat immer zu seinem Herrchen, egal, ob es gut oder böse zu ihm ist. Tiere scheinen nicht wirklich (ver)urteilen zu können. Das scheint mir in der Tat – Segen und Fluch – menschlich.

  4. @basti: so weit ich das beurteilen kann, ist er dadurch noch kein Rattenfreund geworden. Die Abneigung zu Skimmer war auch grösser als die Zuneigung zu den Ratten.
    Mein erster Kino-Film war Bernhard und Bianca, aber zu Mäusen habe ich auch heute noch keine besondere Beziehung 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: