Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Die 80/20-Regel

In An Mich on Dezember 13, 2007 at 11:50 am

Ein universelles Phänomen: die 80/20-Regel (auch Pareto-Prinzip genannt)

  • 20% der Menschen besitzen 80% des Volksvermögens
  • 20% Aufwand bringen 80% Ergebnis
  • 20% aller möglichen Ursachen sind für 80% meiner Probleme verantwortlich
  • 20% aller Autofahrer verurachen 80% aller Unfälle
  • Ich trage zu 80% meiner Zeit 20% meiner Klamotten
  • 20% meiner CDs tragen zu 80% meiner Musik-Konsums bei
  • 20% der Blogs sind für 80% des Traffics verantwortlich

Was ich mich frage: ist das jetzt ein unumstössliches Naturgesetz oder kann man daran etwas ändern? Ist das Auftreten der 80/20-Regel eine Art Krankheitssymptom oder ein natürliches Gleichgewicht?

Sollte ich mich also z.B. zwingen, jeden Tag etwas anderes anzuziehen und somit eine lineare Verteilung zu erreichen?

Oder im Gegenteil die 80% meiner Klamotten zu identifizieren, die ich nur zu 20% trage, und sie einfach wegzuschmeissen? Wenn ich das tue, kann ich dann sicher sein, dass sich meine restlichen Klamotten nicht ebenfalls nach dem Pareto-Prinzip verteilen? Und dass ich, wenn ich konsequent weiter optimiere, am Ende mit genau einem Hemd und einer Hose ende?

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  1. Meiner Meinung nach versteht man die Pareto-Regel erst wirklich, wenn man immer hinzusetzt: „Aber die übrigen 80% braucht man trotzdem, um erfolgreich, glücklich oder was auch immer zu sein, um sozusagen komplett zu sein“. Das relativiert dann die Regel auch wieder, oder es zeigt, dass sie eigentlich nur stimmt, wenn man die Skala richtig justiert.

    Beispiel: „Mit 20% des Aufwandes erreicht man 80% des Ergebnisses“. Das Ziel erreicht man aber nur ganz oder gar nicht. Die 80% sehen nur so aus wie „fast fertig“ wenn man nach den 80% aufhören würde, hätte man mit den 20% Aufwand gar nichts erreicht.

    Beispiel „20% der Menschen erwirtschaften 80% des Volkseinkommens“ Wieviel würden sie erwirtschaften, wenn die anderen 80% nicht da wären? Aus unterschiedlichsten Gründen wahrscheinlich nichts, oder wahrscheinlich genau 20% von den 20%.

    So kannst du es weiter treiben. Wenn du die 80% deiner Sachen, die du nur zu 20% deiner Zeit trägst, wegwirfst, wird dir wahrscheinlich genau das fehlen, was du brauchst um dir bei Regenwetter neue Sommer-Shirts kaufen zu können.

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