Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

In Synch?

In An Mich on November 25, 2007 at 8:15 pm

Gleichschritt

[Foto: ChicagoEye]

Bis in die 90er-Jahre hinein empfingen 80% der Bevölkerung nur drei Fernsehprogramme. Eine Sendung wie Wetten-Dass zog bis zu 25 Millionen Fernsehzuschauer an und sorgte für Gesprächsstoff am Montag morgen. Die abendliche Tagesschau war Stichwortgeber für Millionen von simultanen politischen Diskussionen. Aktenzeichen XY liess Freitag nachts eine Generation von Kindern nicht einschlafen und verdächtige Geräusche im Keller hören.

Die Aufmerksamkeit der Menschen ist heute verteilt. Auf mehr Fernsehkanäle, aber auch auf mehr Medien – insbesondere das Internet oder Computer-Spiele haben sich ein grosses Stück vom Aufmerksamkeitskuchen abgeschnitten.

Sind unsere Empfindungen, Gedanken und Handlungen heute also weniger synchronisiert sind als noch vor 10-15 Jahren? Sind wir stärker voneinander entkoppelt? Wird unsere Gesellschaft dadurch vielfältiger und interessanter? Oder ist diese Vielfalt eine Illusion, weil die im Grunde gleichen Botschaften nur über andere Kanäle zu uns dringen?

Oder überschätze ich den Einfluss des Fernsehens und es sind ganz andere Dinge, die uns synchronisieren – z.B. Weihnachten oder die Jahreszeiten?

[Inspiration Viralmythen]

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