Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Fragen zu Cyborgs

In An Alle on Oktober 28, 2007 at 7:44 pm

Cyborg

[Foto: mize2006]

Warum genau gruselt es manchen Menschen beim Gedanken, sich Sensoren, Speicher oder Computertechnik implantieren zu lassen?

Und was macht für andere die Faszination aus, sich zum Teil in eine Maschine zu verwandeln?

Was ist eigentlich der Unterschied zu einer Brille, einer Krücke oder einem Herzschrittmacher?

Welche Probleme können wir mit Cyborg-Technologien lösen, die wir heute nicht zu lösen in der Lage sind?

Was geben wir auf? Was gewinnen wir dazu?

Verlieren wir das Menschliche, wenn wir Teile von Maschinen in uns tragen? Was ist eigentlich das Menschliche?

Was unterscheidet den Menschen von einer Maschine?

Warum können Menschen Computer bauen? Warum können Computer keine Menschen bauen? Warum gibt es Menschen, die es erstrebenswert finden, Eigenschaften eines Computers zu besitzen?

Ist es aus system-architektonischer Sicht überhaupt intelligent zu implantieren, also ein integriertes System zu bauen anstatt ein modulares? Sind die möglichen Vorteile, die Technik im Körper zu tragen überhaupt offensichtlich? Sind die heutigen Schnittstellen nicht ausreichend?

Welche positive Vision verbindet sich mit einem integrierten Mensch-Maschine-System?

Und: reduzieren sich die meisten Fragen nicht auf eine einzige: was ist der Sinn des menschlichen Lebens?

[Inspiriert durch]

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  1. Ich machs mal kurz und knapp: Mich fasziniert es tatsächlich welche Symbiose Mensch und Maschine zukünftig eingehen werden, bzw schon eingegangen sind.

    Ich denke jeder der den Film Matrix gesehen hat, kann meine „Begeisterung“ für dieses Thema nachvollziehen. „Leicht faszinierbar“ bin ich aber vielleicht auch nur deshalb, weil es tatsächlich für mich in diesem Leben sehr wahrscheinlich nicht mehr in Frage kommt, mich zum „Cyborg“ umbauen lassen zu können.

    Interssanter finde ich in auch eher Theorien die sich nicht mit der Idee des „Cyborgs“ befassen, sondern mit der den Möglichkeiten die uns zB. bis zum Ende des Jahrhunderts erwarten. Die Literatur / Kunstform Cyberpunk zB. siedelt sich ja auch nicht im Jahre 2500-3000 an, sonder ist eher „näher“ gedacht: 1980-2180 oder so. 😉
    Wäre es machbar, würde selbst ich als Cyberpunk-Nerd mir es bestimmt 3x überlegen, mir ein elektronisches Bauteil einbauen zu lassen. Deshalb finde ich auch einige Diskussionen zu dem Thema ziemlich überflüssig: Ist sowas ethisch überhaupt vertretbar? Ist es naiv darüber zu spekulieren ob es dem Menschen nutzen bringt?

    Alles Theorie.

    BIS wir soweit sind, das wir unser Navi-System IM Hirn haben könnten,…ja bis dahin vermag ich mir nicht auszumalen welche moralischen / ethischen/ gesellschaftlichen Veränderung die Humanoide-Rasse 😉 noch durchlaufen wird. Gruß Chris

  2. Die „Matrix“-Filme finde ich in der Tat faszinierend. Ich habe sie aber nicht unbedingt als Vision unserer Zukunft begriffen, sondern eher als Parabel auf menschlisches Bewusstsein, die Art, wie wir denken, wie wir uns manipulieren lassen, die Macht von Gedanken über die Materie, die Bedeutung von Wahrheit – also näher verwandt mit „Truman-Show“ als mit „Blade Runner“. Aber das macht gute Filme ja auch aus, dass jeder sie anders sehen kann.

  3. Stimmt zu 110% was du sagts: Matrix ist näher dran an der „Truman-Show“ als an „Blade Runner“

    Weiterhin finde ich es klasse das du den Film als Parabel zum menschlichen Bewustsein verstanden hast. Da gehts uns ähnlich. Kann mir vorstellen das viele Leute, die bei Robert „Ja-zum Chip“ sagten, soweit überhaupt nicht denken wollen/können.

    Daher auch mein überzeichnetes Beispiel von „nem Feedreader-Arm“. Womit ich oberflächliche Kritik angezogen habe, jedoch auch unterschwellig hoffte, den einen oder anderen zu „schocken“: „Was denkt der? Spinnt der? Feedreader-Arm? Bekloppter Typ!“

    Mir solchs recht sein. Solange konstruktive Beitrage wie der von dir hier oben zustande kommen: „Prima!“

    Thema Schnittstellen: Solange es keine Schnittstelle wie in „Otherland“ gibt…(Voll-Körper-Geist-Interface, wenn du so willst ) …solange wird „der Mensch“ bzw. dessen Drang nach „fremden Welten“ auch nicht befriedigt sein. Selbst in einer andern Zeit, einer „Otherland“ Zeit, würde der stärkste Trieb des Menschen, die Neu-GIER dazu führen es noch weiter zu treiben (wie auch immer das dann aussehen mag…)

    Tja, nun würde es extrem phillosopisch weiter gehen,…was andere Blogs derzeit machen/ ausdiskutieren…da halt ich mich aber raus, ist mir zu spekulativ und unfundiert. Gruß, „DaChiphead“ Chris 😉

  4. […] Betrachtung zum Mythos:::: Eine Einführung in die Wahrnehmungstheorie Marshall McLuhans:::: : Fragen zu Cyborgs :::: : Untergangsvorstellungen in der westlichen Science Fiction-Literatur::: :::: […]

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