Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Qualität oder Quantität?

In An Manche on Oktober 18, 2007 at 8:23 am

Legokalypse

[Foto: Eirik Newth]

Qualität natürlich! Oder? Stellen wir uns vor, die Erde wird von einem Meteoriten getroffen und unsere Zivilisation völlig zerstört.

  1. Szenario: 100000 beliebige Menschen überleben.
  2. Szenario: 10000 ausgewählte Menschen überleben, alle die jeweils besten ihres Gebiets.

Wer würde die Zivilisation schneller wieder aufbauen – die wenigen Spezialisten oder die vielen Otto Normalverbraucher? Ist also Qualität oder Quantität entscheidend?

Hat die kleine Gruppe der Spezialisten einen Startvorteil, weil sie durch ihr Wissen schneller in der Lage sein könnte, die neue Welt bewohnbar zu machen? Können sie von ihrem Wissen direkt profitieren und Lösungen finden, die bereits die Überlebenschancen der nächsten Generation erheblich verbessern? Können sie durch pädagogisches Wissen die nächste Generation vor entscheidenden Fehlern bewahren?

Oder hat die grosse Gruppe der Durchschnittsmenschen einen Startvorteil, weil einfach mehr Menschen durchkommen werden und Nachkommen zeugen, die mit grösserer Wahrscheinlichkeit an die neue Umgebung angepasst sein werden? Können die Spezialisten ihr Wissen überhaupt in die nächste Generation retten? Ist ihr Wissen von praktischer Bedeutung? Entsteht in der grossen Gruppe nicht eine grössere Vielfalt, die durch stärkere soziale Interaktion auch zu mehr Ideen führt, die dann ihrerseits durch die Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten auch zu mehr Kreativität und besseren Lösungen führt?

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  1. Die Frage lässt sich für mich einfach beantworten. Wer hat sich eine bessere Welt aufgebaut? 1mrd Inder (otto-normal-leute) oder 50 Mio Deutsche (Spezialisten)?

  2. Machst du es dir nicht ein bisschen zu einfach? Beide Länder haben eine jahrtausende alte Geschichte, die von verschiedenensten Kulturen geprägt wurden, von Kriegen, von Zuwanderung und Abwanderung, von Naturkatastrophen oder Krankheiten, von Rohstoffvorräten, vom Verhältnis mit den direkten Nachbarn, Zugang zum Meer, etc.

    Deutschland liegt in der Mitte Europas, seine Geschichte lässt sich nicht von der Europas trennen, dessen eirtschaftliche Blüte ja erst im 19. Jahrhundert mit der Industrialisierung begann. Vorher wurde die Welt von anderen Hochkulturen – Bizanz, Rom, Griechenland, Ägypten, China – geprägt. Die heute meist gut ausgebildeten Deutschen profitieren also vom Glück und den Leistungen ihrer Ahnen.
    Im übrigen sind weder alle Deutschen Spezialisten, noch alle Inder Otto-Normal-Verbraucher…

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