Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Meine Musiksammlung

In An Mich on Oktober 5, 2007 at 10:19 am

Plattensammlung

Wie kommt es, dass 90% der Songs auf meinem iPod mich nicht interessieren? Galt das auch schon früher für meine CD-Sammlung? Oder ganz ganzfrüher für meine Plattensammlung? Hat sich einfach mehr Schrott bei mir eingenistet oder ist man ab einem gewissen Alter einfach übersättigt, weil man alles schon mal irgendwie gehört hat?

Oder ist es die Möglichkeit, prinzipiell alles haben und hören zu können, dieser Mangel an Schranken, der mich langweilt? Sollte ich also verknappen, um wieder geniessen zu können, wegschmeissen, um mich aus dem Überdruss zu befreien?

Ist es sowieso nicht viel natürlicher – statt sich sein Leben lang eine ständig wachsende Musiksammlung gleichmässig einzuflössen -, ein Lied oder ein Album drei Wochen lang täglich bis zur Verblödung zu hören und dann nie wieder (mein Söhnchen macht das so, ich früher auch)? Ist es nicht diese Verknüpfung zwischen Musik und zeitlich einordenbarer Ereignisse, die unverwechselbare Erinnerungen produzieren und das Leben ein wenig markiert und vertieft?

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  1. Geht mir genau so. Wobei ich viele Songs nach Jahren gerne wieder mal höre, weil sie Erinnerungen wecken.

  2. Solange lebe ich wahrscheinlich gar nicht, um alle Songs nochmal anzuhören 😉

  3. Als ich damals meinen ersten PC erwarb, begann ich alsbald mit dem Downloaden von Musik und ich war eifrig, fast zu eifrig dabei. Ein Freund von mir fragte mich immer wieder mal im Spass: „Und hast Du das Backup des gesamten Internets schon im Kasten?“

    Ich bemerkte schon, dass wann immer ich zu viel auf einmal runterladete, gleichzeitig das allgemeine Interesse an der Musik abschwächte, ein Widerspruch, ich weiss. Ich kann s mir aber nur so erklären, dass eigentlich im Grunde nur das Habenwollen zählte, mehr nicht. Für manche CDs braucht man eben ein bißchen länger, um richtig reinzukommen, und wenn man die nicht hat, dann neigt man zu oberflächlicher Kritik an der Platte.

    Ich musste dann mal Pause machen, weil mein PC kaputt ging. Zum Glück hatte ich die meisten Songs auf CD gebrannt, ich konnte monatelang von der Musik zehren und immer wieder was neues endecken. Das waren die schönen Seiten daran. Dann setzten sich die qualitativ höherwertigen Sachen wirklich durch, noch heute höre ich Sachen aus dem Jahr 2000-2008 querbeet immer wieder.

  4. hcundso, ich glaube, dass Musik erst in einem persönlichen Kontext ihre volle Wirkung entfaltet, wenn sie mit Menschen, Erlebnissen, Reisen, Erinnerungen, einer Epoche assoziiert werden kann.

  5. Ja, das trifft auf jeden Fall zu. Der persönliche Kontext ist sehr wichtig. Der Ausdruck Befindlichkeitsmusik triffts bei mir am besten. Je nach Lust und Laune leg ich diese oder jene Platte auf, nach dem Motto: Mach Dir Deinen eigenen Soudtrack zum Leben.

    Ich weiß nicht, wieviel Deiner Musik auf Deinem IPod käuflich erworben wurde, jedoch ist das mir schon wichtig, eine Platte zu kaufen, die mir wirklich gut gefällt. Vorher lad ich sie mir halt runter. Ein bißchen Anerkennung soll ja doch bleiben, man ist ja dankbar, dass es der Musiker geschafft hat, einen zu inspirieren oder zu berühren.

    Liebe Grüße, Stefan

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