Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht (Erich Kästner)

Archive for Oktober 2007|Monthly archive page

Rückblick: Fragwürdiges im Oktober

In An Niemanden on Oktober 31, 2007 at 7:59 pm

Siehe auch das September-Scrabble.

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Entsorgungspläne

In An Mich on Oktober 30, 2007 at 8:33 pm

Empty Room

Und wenn ich jetzt einfach jeden Abend irgendetwas wegschmeisse, was ich nicht brauche?

Wie lange dauert es wohl, bis es schmerzhaft wird?

Siehe auch: Vermüllungssyndrom

Harry Potter und das Silicon Valley

In An Niemanden on Oktober 29, 2007 at 7:43 pm

Harry Potter

Ich weiss auch nicht, warum ich Harry-Potter-Bände verschlinge. Danach fühle ich mich jedesmal, als hätte ich eine zu grosse Tüte Gummibärchen gegessen. Man isst sie zu schnell, sie sind zu süss, man fühlt sich danach nicht besonders und hat einen Heisshunger auf etwas Herzhaftes. Dieses Mal hatte ich für einen kurzen Moment den Eindruck, eine grosse Parabel auf das Silicon Valley gelesen zu haben. Ich versuche den Moment einzufangen:

  • Könnte es sein, dass Albert Dumbledore mit seiner Geheimniskrämerei, Arroganz, Verschlossenheit und seinem Glauben an die eigene Unentbehrlichkeit das archetypische Unternehmen des 20. Jahrhunderts darstellen soll? Sagen wir, Sun?
  • Ist Lord Voldemort eine Anspielung auf Steve Ballmer? Gleiche Schule wie Dumbledore, nur in böse?
  • Ist Harry Potter dann der Gegenentwurf – das Web 2.0-Startup, Repräsentant des Mitmach-Netzes, das sich das Einbeziehen von Meinungen, Delegieren und Outsourcen, sowie offene Kommunikation auf die Fahnen geschrieben hat? Sagen wir, Facebook?
  • Sind Ron und Hermine die User, die mittels Kommentarfunktion ihre ungefilterte partielle Wahrheit mitteilen, sich ohne Gegenleistung für ihren Harry aufopfern, ihn zurechtweisen, anpingen und wenn es sein muss, ihm tapfer zur Seite springen? Also, Facebook-User?
  • Und Snape, diese einzig tragische Person in der ganzen Serie, der Gutes tut, aber so tun muss, als sei er böse, von den Guten gehasst wird und vom Bösen getötet, ohne dass das Böse jemals merkt, dass er eigentlich Gutes tut – das kann eigentlich nur Google sein, oder?
  • Und in den Nebenrollen: der träge Riese Hagrid (Yahoo?) und das Schlossgespenst Der Fast Kopflose Nick (IBM?)

Wenn aber Facebook mithilfe seiner User Sun gegen Microsoft rächt und Google dabei auf der Strecke bleibt, was macht dann Apple? Gibt es ein Happy-End?

Wie gesagt, es war ein kurzer Moment. Ich habe jetzt Heisshunger auf etwas Herzhaftes.

Fragen zu Cyborgs

In An Alle on Oktober 28, 2007 at 7:44 pm

Cyborg

[Foto: mize2006]

Warum genau gruselt es manchen Menschen beim Gedanken, sich Sensoren, Speicher oder Computertechnik implantieren zu lassen?

Und was macht für andere die Faszination aus, sich zum Teil in eine Maschine zu verwandeln?

Was ist eigentlich der Unterschied zu einer Brille, einer Krücke oder einem Herzschrittmacher?

Welche Probleme können wir mit Cyborg-Technologien lösen, die wir heute nicht zu lösen in der Lage sind?

Was geben wir auf? Was gewinnen wir dazu?

Verlieren wir das Menschliche, wenn wir Teile von Maschinen in uns tragen? Was ist eigentlich das Menschliche?

Was unterscheidet den Menschen von einer Maschine?

Warum können Menschen Computer bauen? Warum können Computer keine Menschen bauen? Warum gibt es Menschen, die es erstrebenswert finden, Eigenschaften eines Computers zu besitzen?

Ist es aus system-architektonischer Sicht überhaupt intelligent zu implantieren, also ein integriertes System zu bauen anstatt ein modulares? Sind die möglichen Vorteile, die Technik im Körper zu tragen überhaupt offensichtlich? Sind die heutigen Schnittstellen nicht ausreichend?

Welche positive Vision verbindet sich mit einem integrierten Mensch-Maschine-System?

Und: reduzieren sich die meisten Fragen nicht auf eine einzige: was ist der Sinn des menschlichen Lebens?

[Inspiriert durch]

Politisches Paradox

In An Niemanden on Oktober 25, 2007 at 9:56 pm

Wahl

[Foto: Telegehirn]

Einen Politiker, der sich an Umfragen orientiert, schimpft man gerne mal als einen, der dem Stimmvieh nachrennt und keine eigenen Vorstellungen und Werte entwickelt. Stichwort: Umfragedemokratie.

Einem Politiker, der seine Vorstellungen und Werte in Politik umsetzen will, hält man vor, er lebe in seiner eigenen Welt und sei vom Volk entfernt.

Was hielte man von einem Politiker, der im Wahlkampf seine Vorstellungen und Werte vertritt, und später jedes wichtige Gesetzesvorhaben einem Volksentscheid aussetzte? Würde man dem nicht Feigheit, politische Dummheit oder Mangel an Selbstvertrauen vorwerfen?

Homöopathie – Placebo-Effekt = 0?

In An Jemanden on Oktober 24, 2007 at 10:17 pm

Almost nothing

[Foto: Vitorio Benedetti]

Bei einem älteren Post bin ich auf eine Studie gestossen, die herausgefunden hat, dass Placebos langfristig unwirksam sind und lediglich bei Schmerzen und Phobien einen messbaren Effekt haben (was ja schon mal gar nicht schlecht ist). Jetzt bin ich verwirrt. Die Gegner der Homöpathie führen ja immer an, dass die Heilungseffekte der Homöopathie (nicht nur bei Schmerzen und Phobien) lediglich auf dem Placebo-Effekt basieren, bestreiten aber nicht die Heilungseffekte selbst. Wenn jetzt aber Placebos gar keine Heilungseffekte haben, wo kommen dann die der Homöopathie her? Kann jemand das Rätsel lösen?

Siehe auch: Kann die Wahrheit der Gesundheit schaden?

Mit links

In An Mich on Oktober 23, 2007 at 6:50 pm

Hands on

[Foto: wiccked]

Für alle, die nach stundenlangem Betrachten der Tänzerin immer noch an zwei Gehirnhälften glauben: Wer die Maus am Computer fortan mit seiner anderen Hand bedient, tut seinem Gehirn etwas Gutes und fördert die Vernetzung von linker und rechter Gehirnhälfte.

Wie lange dauert es, bis der Intelligenz-Zuwachs den Produktivitätsverlust wettgemacht hat?

Linksbrainer oder Rechtsbrainer?

In An Alle on Oktober 23, 2007 at 8:40 am

Dancer

Benutzt du eher deine rechte oder deine linke Gehirnhälfte?

Dreht sich die Tänzerin im oder gegen den Uhrzeigersinn?

Bist du ein eher emotional oder rational handelnder Mensch?

Was diese Fragen und noch andere Fragen verbindet, liest sich hier.

Update: Was lehrt uns die Tänzerin wirklich?

Wo kommen die Dicken her?

In An Niemanden on Oktober 22, 2007 at 8:48 am
Ham
[Foto: Vanessa Pike-Russell]

Beim Betrachten eines schwitzenden Drei-Zentner-Menschens, der sich spürbar anstrengen musste, um seinen massigen Körper vorwärts zu bewegen, kam mir diese Frage in den Sinn: wer täglich soviel Gewicht mit sich herumschleppen muss, der muss doch eigentlich auch Unmengen an Kalorien verbrennen? Wieso nimmt er nicht unter seiner eigenen Last dutzende von Kilogramm ab? Warum pendelt sich das Gewicht nicht dort ein, wo sich Kalorienbedarf und -verbrennung neutralisieren?

siehe auch [BigBerta]

Wespen im Herbst

In An Niemanden on Oktober 19, 2007 at 8:45 am

Ich habe schon mehrfach gehört, dass Wespen im Herbst aggressiver sind, weil sie ohnehin bald sterben müssen.

Wenn das so ist und sie wissen, dass sie sterben müssen: sind sie dann aggressiver, weil sie über ihren bevorstehenden Tod frustriert sind? Oder weil sie nichts mehr zu verlieren haben und jetzt ihrer im Sommer (aus Gründen der Vernunft?) zurückgehaltenen Aggressivität freien Lauf lassen können?

Können Wespen also frustriert oder vernünftig sein?