Grosse Frager

Martin Heidegger, deutscher Philosoph (1889 - 1976): interpretierte die Geschichte der Philosophie vor allem als Geschichte der Verdeckung grundsätzlicher Fragen und räumte deshalb dem Fragen eine zentrale Stellung in seiner Philosophie ein. Zitat: „Das Fragen ist die Frömmigkeit des Denkens.“

Jesus: ist nicht nur ein grosser Frager, sondern auch ein grosser Nichtbeantworter - angeblich hat er lediglich 3 von 183 Fragen beantwortet, die ihm in den 4 Evangelien gestellt werden.

Sokrates, griechischer Philosoph (469 v. Chr.; † 399 v. Chr.): versuchte durch Fragen anstatt durch Belehren die Einsichts- und Lernfähigkeit seiner Mitmenschen hervorzubringen.

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2 Antworten zu “Grosse Frager”

  1. kaiowa sagt:

    was sokrates angeht, so war er gleichzeitig einer der größten wissenden seiner zeit, sodaß sein fragen die denkrichtung der schüler auf ein ihm bekanntes ziel zu lenken vermochte. wer die antwort nicht kennt, fragt natürlich in einen nebel hinein. am ende wird dann jeder nur seine meinung beitragen können.

  2. Jörg Friedrich sagt:

    Sokrates’ Fragen, so wie sie uns Platon übermittelt, sind allerdings ausgesprochen sugestiv gewesen. Gerade in den späten Dialogen sind es ja häufig nur noch Scheinfragen, die mit “Selbstverständlich!”, “Natürlich!” oder “Auf gar keinen Fall!” beantwortet wurden.

    Jesus hat, soweit ich das sehe, die meisten Fragen schon beantwortet, allerdings haben seine Zuhörer die Antworten nur selten kapiert, da er in Gleichnissen gesprochen hat, denn die Fragen, die man ihm stellte, waren selten mit Ja oder Nein zu beantworten.

    Heidegger schließlich war wirklich ein großer Frager, auch ein Antworten-Sucher. Er wollte das, was offensichtlich war, in Frage stellen, wollte wissen, was von dem, was so scheint, eigentlich verborgen ist. Sein Fragen war Freilegen, leider hat die Art seiner Sprache dann vieles wieder verschleiert, weil er die Begriffe nicht benutzte, wie sie normalerweise verwendet werden, sondern ihnen immer eigenen Sinn geben wollte.

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