…sagte Robert Capa. Sein Bild vom fallenden Soldaten aus dem spanischen Bürgerkriegs wurde zur Ikone der Kriegsfotografie und begründete Capas Karriere als Fotograf. Nun hat ein spanischer Wissenschaftler herausgefunden, dass das berühmte Bild höchstwahrscheinlich inszeniert wurde – weit weg vom Kriegsgeschehen mit einem auch nach dem Schuss (mit der Kamera) quicklebendigen Soldatendarsteller. Zu Francos Zeiten wäre die Entlarvung ein Sprengsatz gewesen – und kontraproduktiv für die republikanische Sache. Und heute? Was soll man damit jetzt anfangen? Ändert sich was an unserem Blick auf den Krieg – oder auf den Fotografen? Wenn die Wahrheit zu spät kommt, wird sie mit Irrelevanz bestraft (wie auch der Mord an Benno Ohnesorg durch einen Stasi-Mann). Vielleicht sollte man sich durch solche Beispiele auch einfach nur bewusst werden, dass die Geschichtsschreibung ein dynamischer, niemals endender Prozess ist, der sich der Wahrheit bestenfalls kreisend nähern kann und oft genug auf Umwege gerät?

Twitter?
http://en.wikipedia.org/wiki/Raising_the_Flag_on_Iwo_Jima
Iwo Jima fällt mir zu dem Thema auch sofort ein. Es gibt zwei Filme (beide von Clint Eastwood), die vom Thema von amerikanischer, wie auch japanischer Seite erzählen.
Unbedingt anschauen…
Danke für die Links! Eine tolle Idee, die Geschichte von zwei Seiten zu beleuchten.