[Foto: _dorothy_]
Was wird wohl passieren, wenn drei Wochen nichts passiert? Am 18. August geht’s weiter. Bis dahin!
[Foto: _dorothy_]
Was wird wohl passieren, wenn drei Wochen nichts passiert? Am 18. August geht’s weiter. Bis dahin!
Was nützt es, Menschen den Spiegel vorzuhalten, wenn sie in diesem Spiegel doch nur das sehen, was sie sehen wollen?
Wie lange es wohl dauern wird, bis HIER ein Rembrandt geschaffen werden kann?

[Foto: germanium]
Bürokratie scheint mir etwas, auf das jeder gerne einprügelt.
Bei Wikipedia gibt es nur eine Rubrik Nachteile. Es muss doch auch Vorteile geben. Alles hat auch Vorteile, oder? Bürokratie wurde ja nicht erfunden, um Menschen zu schikanieren, oder? Millionen von Menschen würden noch nicht etwas über Jahrhunderte akzeptieren, das gegen ihre Auffassung von Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Organisation spricht?
Was sind die Vorteile? Und wie hat alles angefangen? Und wie konnte es dazu kommen:

[Foto: daoman]
Lässt sich das auch anders ausdrücken oder ist der Satz gar nicht zum lesen gedacht? Eine Art geheime Botschaft?
Loriot hat sich letztens über den Verlust der Langsamkeit in der heutigen Fernsehwelt beklagt.
Die Menschen haben keine Zeit zu verlieren. Das war vor dreissig Jahren wahrscheinlich auch schon so. Aber heute haben sie die Mittel, sich nicht mehr die Zeit stehlen zu lassen: Sie haben nicht nur mehr alternative Kanäle, sondern auch eine Fernbedienung, DVD-Spieler, das Internet oder intelligente Aufnahmegeräte.
Die Hemmschwelle, eine Sendung wegzudrücken oder abzuschalten, ist niedriger geworden. Die Zeit, die der Zuschauer einer Sendung gibt, um ihn zu interessieren, ist kürzer geworden. Muss darunter auch die Qualität leiden, weil komplexere und raffiniertere Geschichten eine längere Anlaufzeit brauchen, die ihnen nicht mehr zugestanden wird? Oder leidet gar die Vielfalt, weil sich Sendungen dem Zuschauerverhalten anpassen müssen?
Andererseits: ist es nicht auch eine Tugend, sich kurz zu halten? Steigt nicht auch der Druck, pointierter und schärfer zu werden, sinnvoller mit der wenigen Zeit umzugehen?
Würden man einem jungen Loriot heute noch einen Sendeplatz einräumen? Hätte er heute noch Erfolg mit seinen Sketchen? Ist diese Frage überhaupt sinnvoll – wie lässt sich Loriot aus seinem zeitlichen Kontext reissen?
[Foto: uBookworm]
Gedankenexperiment: wäre der deutsche Herbst anders verlaufen, hätte es zu dieser Zeit schon das Internet und die Blogosphäre gegeben? Wären die Schleyer-Videos zuerst auf YouTube erschienen? Wären die Terroristen durch das Internet näher an der Realität gewesen, weil sie mehr Kommunikationsmöglichkeiten hatten? Wären sie also nicht bis zum Äussersten gegangen? Oder hätten sie auch mehr positiven Zuspruch bekommen und hätten sich eher ermutigt gefühlt? Hätten sie das Heft des Handelns weniger in der Hand gehalten – weil es einfach viel mehr Kommunikationskanäle gibt – oder stärker – weil sie verschiedene Medien hätten gegeneinander ausspielen können? Wären mehr Informationen an den Bürger durchgedrungen (damals gab es ja eine sehr enge Abstimmung der Regierung mit den Medien) oder soviele und widersprüchliche, dass sie die Wahrheit noch viel effizienter begraben hätten? Stärkt ein solch einschneidendes geschichtliches Ereignis eher die klassischen Medien oder stärkt es die Blogosphäre? Wäre es der Polizei leichter gefallen, die Terroristen zu lokalisieren oder schwerer?