Was ist von
“Ein Gedanke, der stehengeblieben ist!” (Milan Kundera)
zu halten?
Dieser Eintrag wurde erstellt am
April 9, 2008 um 8:16 Uhr vormittags und ist abgelegt unter An Alle. Getaggt: Überzeugung, Entwicklung, Meinung. Du kannst alle Antworten auf diesen Eintrag mitverfolgen über den RSS 2.0 Feed.
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April 9, 2008 um 5:56 Uhr nachmittags
Hallo,
im Kontext dessen was sich in der Ära der Information abzeichnet nur das wofür es gedacht ist. Im Crossover sei z.B. noch einmal auf den Sachverhalt in der Hirnforschung hingewiesen, den ich schon an anderer Stelle erwähnte. Sprich „die Wissenschaft“ definiert ihre absolute Wahrheit, an deren Aussage sich alle die orientieren müssen, die innerhalb des Systems „Wissenschaft“ Karriere machen wollen.
Wenn es um menschliche resp. gesellschaftliche Werte des Zusammenlebens geht wird die Sache denke ich diskutabel. Z.B. „Du sollst nicht Töten“ ist ja vom Grundsatz her eine positive Aussage die so erst einmal stehen bleiben sollte. Hilfreich ist hier aber z.B. mE nach eine sinnvolle Ergänzung wie „Ausser jemand versucht dich zu töten“, oder so in der Art
Gruß
April 10, 2008 um 1:10 Uhr nachmittags
“stehen bleiben” ist ja wenigstens doppeldeutig, und das gefällt mir an dem Satz von Kundera. “Erhalten bleiben” wäre die eine Interpretation, so wie ein aufgeschriebener Satz auf einem Papier stehen bleibt. “erstarren” wäre die andere, die das unbewegliche, unveränderliche betont.
April 12, 2008 um 12:09 Uhr vormittags
Man könnte, zugegeben etwas bemüht, eine dritte Bedeutung finden: Stehen im Gegensatz zum Liegen - ein Denken, das aufrecht geblieben ist
April 12, 2008 um 11:12 Uhr vormittags
kranich05, ein Gedanke, der stehengeblieben ist, während alles ringsherum umgepustet wurde vom Zeitgeist, die Idee gefällt mir!
April 14, 2008 um 1:11 Uhr nachmittags
Ja, ich finde diese dritte Bedeutung von “stehen bleiben” in diesem Zusammenhang auch sehr passend. Sprache steckt doch voller Überraschungen.