[Photo: Schrollum]
Unerwartete Ereignisse – Kriege, Todesfälle von jungen Menschen, Anschläge, Mondreisen – liefern regelmässig Stoff für Verschwörungstheorien. Akribisch werden Details für diverse Theorien zusammengetragen und auch gierig von vielen Anhängern aufgesaugt.
Sind Verschwörungstheorien nicht nur deshalb so beliebt, weil sie genauso wie Menschen funktionieren: selektive Wahrnehmung; Verdrehen von Informationen, bis sie ins vorgefertigte Schema passen; Wichtigtuerei; Angst, aussen vor zu bleiben; Paranoia; Lust an der Übertreibung?
Gelungene Verschwörungen scheinen immer im kleinen Rahmen organisiert zu sein.
Hat denn überhaupt schon mal eine Verschwörung geklappt, wenn mehr als eine Person darin verwickelt war? In unserer Firma schaffen es ja noch nicht mal drei Leute, eine Information für sich zu behalten, geschweige denn, sich auf gemeinsame Schritte zu einigen. Wie also soll eine Geheimorganisation über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte einen konsistenten Plan verfolgen, hunderte oder gar tausende von treuen und schweigsamen Mitgliedern rekrutieren, Leute ausbilden, die Teile von Regierungen werden, sich regelmässig konsultieren?




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